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Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Auftraggeber:in: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berlin
Architekt:in: Egon Eiermann, Karlsruhe, 1963
Lichtplanung: Ulrike Brandi Licht
Fertigstellung: 2010

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin

Das blaue Leuchten der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche war schwächer geworden. Die Glasfassade besteht aus mehr als 20.000 Glasfenstern. Zugleich verursachte sie hohe Energiekosten.

Der französische Glaskünstler Gabriel Loire entwarf Glasfenster für mehr als 400 Kirchen weltweit. Er bereitete auch diese Fenster in seiner Werkstatt in Chartres vor. Dort wurde das farbige Glas zerschlagen und in Betongitter eingefügt. Die Bruchstellen der Glasstücke brechen das einfallende Licht wie geschliffene Edelsteine.

Die Lichtproben draußen im sonnigen Frankreich zeigten nicht, dass das blaue Glas den größten Teil des Lichts schluckt. Wir fanden mit Versuchsaufbauten und Messungen im Glaszwischenraum die passenden LED-Systeme. Sie lassen die Gedächtniskirche nun mit einer geeigneten Lichtverteilungskurve, optimaler Farbwiedergabe und hoher Energieeffizienz wieder kräftig leuchten. Schade ist nur, dass die alte Turmruine weiterhin so stark überstrahlt.